Uganda
Berufsbildung für benachteiligte Jugendliche in Mbale und Iganga
Hintergrund – Uganda gehört zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Das Durchschnittseinkommen beträgt weniger als einen Dollar pro Tag. Im Süden leben
ca. 40 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, im Norden sind es sogar 70%. Ein grosser Teil der Jugendlichen in Uganda hat wenig oder gar keine formale Schulbildung erhalten. Die Mehrheit von ihnen ist arbeitslos. Auch die einfachste, praktische Berufsbildung ist ihnen praktisch verwehrt und ihre Chancen, je eine bezahlte Arbeit zu finden, sind minimal.
Das Projekt – Mehr Jugendlichen Zugang zu praktischer Berufsbildung und damit zum Arbeitsmarkt zu verschaffen, ist das Ziel eines Projekts, das Swisscontact zusammen mit verschiedenen Partnern in den Distrikten Mbale und Iganga durchführt. So können zum Beispiel junge Frauen in Salons von qualifizierten Friseurinnen und Friseuren den Beruf erlernen. Haben sie sich das Handwerk angeeignet, bietet ihnen Swisscontact Zugang zu Kursen in Betriebsführung, so dass sie bald ihren eigenen Salon eröffnen können. Die Kurse finden in der Nähe der Wohnorte der Teilnehmenden statt. So brauchen sie ihr soziales und kulturelles Umfeld nicht zu verlassen, was die Schwelle weiter senkt,, eine Ausbildung anzutreten. Welche Kenntnisse gelehrt werden, richtet sich nach der lokalen Nachfrage. Auf dem Land liegt das Schwergewicht auf landwirtschaftlichen, im städtischen Umfeld auf handwerklichen Berufen. Das Projekt fördert besonders Gemeinden, in denen es bisher keine Ausbildungsmöglichkeiten gibt. Ziel ist, mindestens 30 Prozent Frauen zur Teilnahme an einem Kurs zu motivieren. Bis Ende 2010 werden 1000 Ausgebildete entweder als selbständig Erwerbende oder in neu geschaffenen Stellen arbeiten. Ihre Schritte aus der Armut werden Chance und Vorbild für viele weitere sein.





