
Uganda
KMU- und Berufsbildungsförderung in Uganda
Hintergrund – Uganda hat jahrzehntelang unter verschiedenen Diktatoren gelebt. Der seit über zwanzig Jahren schwelende Krieg im Norden des Landes hat 1.6 Millionen Menschen aus ihren Dörfern vertrieben. Trotzdem beeindruckt der Süden mit stabilen Wachstumsraten. Der Norden profitiert von diesen positiven Entwicklungen so gut wie nicht. Uganda gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Durchschnittseinkommen beträgt weniger als einen Dollar pro Tag. Gegen 40% der Bevölkerung im Süden leben unter der Armutsgrenze, im Norden sind es sogar 70%. Besonders unter Jugendlichen ist die Arbeitslosigkeit hoch, was auch am mangelhaften Berufsbildungsangebot liegt.
Das Projekt – Swisscontact berät ein ugandisches Projekt zur Aufwertung der formalen Berufsbildung. Dieser fehlt es vor allem an Praxisbezug. Die involvierten Handwerksmeister und –meisterinnen entwickeln für ihre jeweiligen Berufe eine einheitliche, in Module gegliederte Ausbildung in einer Lehrwerkstatt. Den Lernenden werden temporäre Einsätze in Betrieben vermittelt, wo sie praktische Erfahrung sammeln können. Erfahrene Mitarbeitende von Kleinbetrieben können Praktika in grossen Unternehmen absolvieren, in denen sie ihre Fertigkeiten ausbauen. Zum Projekt gehört auch die Weiterbildung der Geschäftsinhaberinnen, Instruktoren und Meisterinnen in Geschäftsführung. All diese Massnahmen erhöhen die Produktivität handwerklicher KMU in Uganda sowie die Qualität ihrer Produkte. Dies führt zu einer grösseren Nachfrage und zu mehr Arbeit und Einkommen für Jugendliche.
Insgesamt profitieren 600 junge Menschen von diesem Projekt, zu 50% junge Frauen. Elf Bildungszentren sind eingerichtet und 60 Gemeinden sind eingebunden.



