
Uganda
Lokale Weiterbildung in der Karamoja Region in Uganda
Situation - Die Region Karamoja im Nordosten Ugandas ist eine des ärmsten, in einem der am wenigsten entwickelten Länder Welt. Ungefähr 1.3 Millionen Einwohner, die Karamojong, leben als halbnomadische Viehhirten in einem äusserst trockenen Gebiet, das ungefähr zwei Drittel der Fläche der Schweiz hat (27’000m2). Traurige Merkmale der Region sind eine hohe Kindersterblichkeit, Mangelernährung, Analphabetismus und absolute Armut. An den Schulen lernen die Jugendlichen nicht, was sie brauchen, um eine Anstellung zu finden. Deshalb ist es ihnen kaum möglich, neue Einkommensmöglichkeiten zu erschliessen. Doch genau das ist dringend nötig, denn die traditionelle Viehzucht wird immer schwieriger.
Projekt - In den Karamoja-Distrikten Abim, Nakapiripirit und Moroto vermittelt das Projekt jungen Frauen und Männern, was sie brauchen, um eine Anstellung zu finden oder neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Swisscontact und ihre lokalen Partner haben ein Ausbildungsmodell entwickelt, das den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Region entspricht. Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Kurse: von besseren landwirtschaftlichen Fertigkeiten bis zu den Berufskenntnissen, die auf dem lokalen Arbeitsmarkt gefragt sind. Ein Beispiel für die landwirtschaftliche Weiterbildung ist ein Lehrgang im bisher nicht üblichen Mähen und Trocknen von Gras als Viehfutter. Dieses wächst während der Regenzeit im Überfluss und fehlt, je länger die Trockenzeit dauert. Andere Kursteilnehmende lernen, einfache Bewässerungsanlagen zu bauen und andere Gemüsesorten anzubauen. So verbessern sie die Ernährung ihrer Familien und können Überschüsse auf lokalen Märkten verkaufen.
Noch gibt es in Karamoja keine Berufsschulen, welche die nötigen Berufsausbildungen oder kleinunternehmerischen Kenntnisse lehren, um die wirtschaftlichen Herausforderungen der Region anzugehen. Swisscontact unterstützt lokale Akteure dabei, solche Kurse anbieten zu können. Bis 2012 werden 600 junge Karamojong vom neuen Ausbildungsangebot profitiert haben, die Hälfte von ihnen Frauen. Ihre ersten Schritte, hin zu einem nachhaltigen Einkommen sind der Anfang einer besseren Zukunft in Karamoja.
Erfahren Sie im Blog mehr über das Projekt, das Land und die Leute:
http://sealkaramoja.eu/
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Hauptpartner des Projekts: Europäische Kommission



