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Indonesien

NISA - Einkommensförderung durch nachhaltige Landwirtschaft

Hintergrund - Auf der Inselgruppe Nias leben 32,2% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze (BPS 2004). Somit zählt Nias zu den ärmsten Gegenden in Indonesien. Die Situation hat sich sowohl durch den Tsunami 2004 als auch das Erdbeben in 2005 noch dramatisch verschlechtert. Die internationale Hilfe konzentriert sich größtenteils auf die Küstenregionen und vernachlässigt das Gebirge im Hinterland.
Gummi, Kokosnuss und Kakao sind die wichtigsten gewerblich angebauten Nutzpflanzen. Der Anbau und die Entwicklung von Kakao wird noch nicht systematisch kultiviert und weißt deshalb unterdurchschnittliche Erträge und geringe Produktivität auf.

Das Projekt - NISAs Ziel ist es die Lebensgrundlage von Bauern in Bergregionen Gomo und South Nias zu verbessern. Bis zum Projekt-Ende in 2011 wird erwartet, dass 1300 Haushalte in fünf Dörfern ihre Lebensgrundlagen nachhaltig verbessert haben. Durch die Diversifikation und Intensivierung im Gartenbau verbessert NISA die Ernährungssicherheit und die Ausgewogenheit der Ernährung. Der darüber hinausgehende Verkauf der Gartenprodukte generiert zusätzliches Einkommen für einige Haushalte.
Die Fähigkeit der Selbsthilfe wird in Kooperation mit den Gemeinden gestärkt um eine Entwicklungsagenda für die Zukunft aufzustellen. In diesem Zusammenhang werden Gemeinden sowie neu gegründete Landwirtvereinigungen im Hinblick auf Finanzielle Grundkenntnisse, Führung und Motivation geschult. Damit die Produzenten zum Beispiel den zusätzlichen Kakao zu fairen Preisen absetzen können, verbessert Swisscontact ihren Zugang zu Markt- und Preisinformationen. So sind sie weniger abhängig von lokalen Einkäufern, die oft ausnützen, dass die Bauern die Marktpreise ihrer Erzeugnisse nicht kennen.
Das Projekt lässt sich in drei Aspekte gliedern: Kakao, Gartenbau und Gemeinde-Entwicklung. Jeder Aspekt umfasst mehrere Interventionen:
Um die Produktivität zu steigern, bietet NISA vier Monate lang sog. Feld-Schulen für Bauern an um  Anbaumethoden zu unterrichten. In einem zweiten Schritt soll die Kakao Qualität verbessert werden durch die Lehre von Weiterverarbeitungstechniken wie etwa Sortierung und Trocken-Techniken. Durch die Feld-Schulen werden auch Gärtnerinnen in Kompetenzen wie etwa Boden-Bearbeitung, Gemüse Kultivierung und Samen Erhaltung unterrichtet. Zusätzlich wird das Bewusstsein über die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung in allen Altersschichten gefördert.
Mit Hilfe eines ‚Atlas’, der Informationen über die natürlichen Ressourcen sowie die soziale und physikalische Infrastruktur enthält, entwerfen die Dorfbewohner eine Entwicklungsagenda.
Die Frauen und Männer einigen sich separat auf Prioritäten der Gemeinde. Die wichtigsten dieser Prioritäten werden als Selbsthilfe-Initiativen ins Auge gefasst.

Feld-Schüler Ama Elfin Tafõna’õ (29):
„Ich bin beeindruckt von den Kenntnissen, die ich in der Feld-Schule gelernt habe. So kenne ich nun die Gründe für die Krankheiten die meine Kakao Pflanzen befallen haben und weiß, wie ich diese in Zukunft verhindern kann. Mit der alten Vorgehensweise war die Ernte nie zufrieden stellend. Durch das Training haben wir viel gelernt was wir in unseren eigenen Gärten nun anwenden.“