Kenia
Höhere Erträge für kenianische Bauern
Umfeld – Trotz Fortschritten gehört Kenia zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als die Hälfte der Menschen müssen mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Einer von fünf Menschen im ostafrikanischen Land hat zu wenig zu essen. 80% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, sei es als Selbstversorger oder als Produzenten für den lokalen wie den internationalen Markt. Ein beträchtlicher Teil der Erzeugnisse wird exportiert. Gleichzeitig importiert Kenia gewisse landwirtschaftliche Produkte. In der Agrarwirtschaft liegt somit Potential um die Armut zu reduzieren. Viele Bauern wissen jedoch nicht, wie sie Ernte und Absatz steigern könnten.
Das Projekt – Swisscontact unterstützt den kenianischen Agrarsektor zurzeit mit zwei Projekten. Zwiebelfarmer in der Umgebung der Stadt Endarasha im Rift-Gebirge haben Beratung und Ausbildung erhalten. Nun bauen sie eine andere Sorte an und erzielen damit höhere Ernteerträge. Da die Nachfrage nach dieser Sorte größer ist, konnten die Bauern Marktanteile gewinnen, die bisher von Produzenten aus dem Nachbarland Tansania gehalten wurden. Einmal mehr war Information der Schlüssel: Den Zwiebelfarmen war schlicht nicht bewusst, dass ihre Produkte auf den großen Märkten der Hauptstadt Nairobi gefragt sein könnten. Den größten dieser Märkte, den Wakulima Market organisiert Swisscontact zusammen mit der kenianischen Organisation „Farm Concern“ neu. Nachdem es immer wieder zu Spannungen zwischen Händlern und der Marktbehörde gekommen ist, sollen nun neu gebildete Händlerverbände (Gemüsehändler, Früchtehändler, Kartoffel- und Cassavahändler etc.) das Management des größten Gemüse- und Früchtemarkts in ganz Ostafrika übernehmen. Ein effizienter Markt bedeutet mehr Einkommen für alle, die dort arbeiten und damit ein Schritt aus der Armut für sie und ihre Familien.





