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Kosovo

Förderung und Modernisierung der Berufsausbildung

Umfeld – Nur sehr langsam erholt sich der Kosovo vom Krieg 1999. Neben einer Stärkung der lokalen Wirtschaft ist der Wiederaufbau von Erziehungs- und Bildungssystemen eine der großen Herausforderungen. Das gestaltet sich allerdings nicht leicht: Früher sorgten die staatlichen Betriebe für einen großen Teil der Praxisausbildungen, heute existieren nur noch rein theoretische Ausbildungsmethoden.

Das Projekt – Unser Ziel ist es, das Berufsbildungssystem im Kosovo zu modernisieren und nachhaltig zu stärken. Damit wir das erreichen können, arbeiten wir intensiv mit den verantwortlichen staatlichen Behörden und Berufsschulen zusammen.

Das Projekt konzentriert sich in erster Linie auf die praktische Ausbildung und entwickelte modular aufgebaute Lernprojekte für technische Berufe, den Wirtschafts- und Verwaltungsbereich sowie Pläne für virtuelle Übungsfirmen. Die Entwicklung der Ausbildungskonzepte und das Training der kosovarischen Lehrer liegen in den Händen von schweizerischen und deutschen Fachleuten mit Lehrausbildung und -erfahrung. Der Lehrende selbst steht im Mittelpunkt der Ausbildung. Die Vermittlung beruflicher Standards garantiert den Erfolg.

Obwohl sich das Projekt auf die formale 3-jährige Berufsausbildung konzentriert, unterstützt es ebenfalls Schulen, die Lernprojekte in komprimierter Form auch Erwachsenen anbieten. Bereits durchgeführte Kurse, u.a. im Auftrag der Kosovarischen Elektrizitätsgesellschaft KEK, bestätigen die Qualität und Marktorientierung der Kurse.

Seit 2006 unterstützt das Projekt den Aufbau eines E-Learning-Systems für die Berufsschulen. Standardisierte E-Learning Kurse, wie der Europäische Computer Führerschein ECDL, werden über eine Internet-Lernplattform angeboten. Wo kein Internetzugang zur Verfügung gestellt wird, kann über individuelle CDs der Lernkurs im Selbststudium erarbeitet werden. Der Lernstoff wird regelmäßig in Gegenwart eines Lehrers vertieft und praktisch angewendet.

Mit Unterstützung des Projektes haben die Berufsschulen schon die ersten Schritte aus dem vorherigen Schattendasein gewagt und präsentieren sich und ihre Lernergebnisse selbstbewusst an Industrie- und Verbrauchermessen in Pristina, knüpfen Verbindung zu Unternehmen und erreichen damit die wechselseitige Kommunikation über Qualität und Marktorientierung der Ausbildung. Praktikumsplätze für die Auszubildenden werden ebenfalls vermittelt, wie auch Fortbildungskurse für Mitarbeiter von mittleren Betrieben.