Bolivien
Saubere Luft für ein besseres Leben
Umfeld – Neben der Armut wird die Umweltbelastung in Bolivien zu einem immer größeren Problem. In den letzten Jahren ist der Autoverkehr massiv gestiegen – ein Zeichen der sich erholenden Wirtschaft. Die Kehrseite ist die wachsende Luftverschmutzung, die gemäß Schätzungen zu 70% auf den Straßenverkehr zurückgeht. Gewachsen ist auch der nationale Fuhrpark, wesentlich durch Einfuhr von Gebrauchtwagen, die oft besonders viele Schadstoffe ausstoßen.
Das Projekt – Die Ursachen der Luftverschmutzung sind weder rein technischer, noch politischer oder rein ökonomischer Natur: Die Ursachen sind gemeinsam in allen drei Breichen zu finden. Seit 2003 geht „Aire Limpio“ (saubere Luft) das Problem auf verschiedenen Ebenen an. Zuerst muss das Bewusstsein geschaffen werden, dass Maßnahmen zum Schutz der Luft kein Luxus, sondern schiere Notwendigkeit und eine Investition in die Zukunft sind. Das geschieht mit einer Kampagne zur Sensibilisierung aller, die an der Quelle der Luftverschmutzung sitzen, also Automechaniker und -händler, Chauffeure aber auch Politiker, Medien und die breite Öffentlichkeit. Die Projektmitarbeiter stehen den zuständigen Behörden beim Aufbau eines Schadstoff-Messnetzes beratend zur Seite. Universitäten haben auf Anregung von Aire Limpio Studien zu den gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung durchgeführt und Alternativen (z.B. Umrüstung auf emissionsarme Gasmotoren) aufgezeigt. Aire Limpio unterstützt Politiker und öffentliche Institutionen dabei, Strategien und Richtlinien zur Luftreinheit zu erarbeiten und umzusetzen. Die Maßnahmen sind darauf ausgelegt, die Luft in den vier größten Städten – La Paz, El Alto, Cochabamba und Santa Cruz – zu verbessern. Da sich gute wie schlechte Luft ausbreitet, wird das einen Einfluss auf ganz Bolivien haben. Nicht zuletzt, weil die konkreten Maßnahmen auch einen technischen Fortschritt bedeuten und so die bolivianische Wirtschaft stärken.







