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Indonesien

Wiederaufbau nach den Übrschwemmungen in Jakarta

Umfeld – Während der ersten beiden Wochen im Februar 2007 ist Jakarta von den schlimmsten Überschwemmungen seit 5 Jahren heimgesucht worden. Das Wasser stand bis zu 5 Meter hoch. Mehr als eine halbe Million Menschen waren betroffen und über 260.000 mussten ihre Behausungen verlassen. Der gesamte Schaden wird auf knapp US$ 900.000 Millionen geschätzt. Die Kleinunternehmer im Textilsektor in Cipulir und Ulujami, im Süden von Jakarta, haben einen großen Teil ihrer Maschinen und Materialien verloren. Da das Wasser sehr rasch gestiegen war, fehlte die Zeit, um die Wertgegenstände aus den Betrieben in Sicherheit zu bringen. Auch vor der Flut war die wirtschaftliche Situation dieser Unternehmen schwierig. Sie produzieren für den lokalen Markt, wo Gewinnspannen sehr gering sind. Gerade Kleinunternehmen beschäftigen viele arme Menschen und stellen eine der wenigen Einkommensquellen dar. Der schnelle Wiederaufbau dieser Unternehmen ist deshalb wichtig, um noch größere Armut zu verhindern.

Das Projekt – Ziel des Projekts ist es, in einer ersten Phase das Einkommensniveau der Kleinunternehmen wieder auf den Stand vor der Flut zu bringen und die Arbeitsplätze zu erhalten. Mit Blick auf die Zukunft geht es in einer zweiten Phase darum, die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern, damit sie mehr Leute beschäftigen und höhere Einkommen auszahlen können. Das Projekt unterstützt das ärmste Drittel der Textilunternehmen in Cipulir und Ulujami. Das sind rund 325 Klein- und Kleinstbetriebe mit durchschnittlich 7 Angestellten. Jeder Beschäftigte unterhält eine Familie von mit ungefähr 5 Familienmitgliedern. Das ergibt rund 11.000 Personen, die direkt profitieren.

In den ersten vier Monaten des Projekts ist es wichtig, die Geschäftstätigkeit so schnell als möglich wieder aufzunehmen. Die Gefahr besteht sonst, dass sich ihre Kunden neue Lieferanten suchen. Dieser Verlust von Aufträgen würde die Schließung mancher Unternehmen und den Verlust vieler Arbeitsstellen bedeuten. In dieser Phase wird rund ein Viertel der zerstörten Maschinen ersetzt, um sicherzustellen, dass die Unternehmen möglichst bald wieder produzieren können. Damit sich die Unternehmer in Zukunft besser gegen die Folgen von Naturkatastrophen und anderer Risiken schützen können, entwickelt Swisscontact zusammen mit der Allianz Versicherung eine Police, die auf die Bedürfnisse der Kleinunternehmen abgestimmt ist.

In der zweiten Phase des Projekts geht es darum, die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Kleinunternehmen zu verbessern. Unternehmer und deren Angestellten erhalten Unterstützung zur Verbesserung der Produktion sowie der Administration. Weiter wird die Vermarktung der Produkte gefördert, indem die verschiedenen Betriebe gemeinsame Verkaufsaktionen lancieren. Durch das Projekt erfahren die Unternehmer auch in der zweiten Phase Unterstützung bei der Reparatur ihrer Maschinen. Falls neue Maschinen angeschafft werden müssen, unterstützt das Projekt die Unternehmer in der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten. Swisscontat arbeitet mit der Triasa Foundation zusammen, mit der wir bereits in früheren Projekten sehr gute Erfahrungen gemacht haben

 
 
 
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