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Remittances for Development

Migranten die Möglichkeit bieten, durch ihre Zahlungen zur Entwicklung ihrer Heimat beizutragen

 
 
Remittances zur Bekämpfung der Armut

Das weltweite Volumen der Rücküberweisungen von Migranten in ihre Heimatländer wächst seit Jahren. Die Weltbank schätzt das jährliche Aufkommen der formellen Rücküberweisungen für das Jahr 2007 auf über $240 Milliarden Dollar - mehr als das Doppelte der weltweiten Entwicklungshilfe. 

 

 

Remittances effektiv und effizient nutzen

In jüngster Zeit hat sich in der internationalen Entwicklungspolitik die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Rücküberweisungen von Migranten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung ihrer Heimatländer leisten können. Ein Hindernis stellen dabei derzeitige Möglichkeiten des Geldtransfers dar, die nicht nur mit hohen Kosten für den Sender verbunden, sondern auch intransparent sind. Letztendlich kommt weniger Geld (zwischen 10% und 30%) beim Empfänger an. Oftmals benutzen die Migranten inoffizielle Kanäle, um Geld zu transferieren. Durch die Entwicklung alternativer Transfermechanismen werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, die sowohl dem Sender wie auch dem Empfänger nachhaltigen Nutzen bringen können. Dabei werden drei Komponenten aktiviert, die Schwierigkeiten auf der Seite des Senders, beim Transfermechanismus selbst und beim Empfänger des Geldes adressieren.

 
 
 
Komponente 1

Hier werden die Sender (z. B.Migranten in Deutschland) adressiert. Eine wichtige Aufgabe ist es, die Migranten über den alternativen Mechanismus zu informieren und sie zu überzeugen, einen Beitrag zur Entwicklung ihres Heimatlandes zu leisten. Dem Sender wird die Möglichkeit geboten zu entscheiden, ob und wie sein Geld zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung seiner Familie und seiner Heimatregion beitragen soll. Er erhält dadurch weitere Optionen, über die Verwendung seines Geldes zu entscheiden.

 
Komponente 2

Ein alternativer Transfermechanismus sollte in erster Linie wesentlich günstiger sein und dem Sender transparente Prozesse garantieren. Insbesondere eine Mikrofinanzbank als Partner im Empfängerland stärkt die Nachhaltigkeit der Rücküberweisungen. Mit der Einbindung von lokalen Banken wird zudem die Möglichkeit geboten, auch in ländliche Gegenden Gelder zu transferieren.

 
Komponente 3

Der Geldempfänger wird in den formellen  Finanzkreislauf  eingebunden, indem er ein eigenes Bankkonto erhält und dadurch aktiver am wirtschaftlichen Geschehen teilnehmen kann.
Mit zusätzlichen Dienstleistungen und Produkten, wie beispielsweise die Bezahlung von Schul- oder Studiengebühren, Co-Finanzierung von Häuserbau oder Garantieleistung für Kredite zum Kleingewerbeaufbau eröffnen sich dem Empfänger neue Möglichkeiten.


 

Hier finden Sie Informationen über ein konkretes Projekt zum Thema Remittances.